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Schattenweiber

von Claudia Lang

Inhalt

Der dreißigjährige Krieg tobt und zieht eine Schneise der Verwüstung durchs Land.
Ein Dorf voller Weiber, Kinder und alter Leute ist auf sich selbst gestellt. Die Männer an der Front, ein Anwalt, der sich rein gar nicht um das Wohl seiner Dorfbewohner kümmert und obendrein eine vermeintliche Hexe.
Die kriegerischen Kampfhandlungen rücken immer näher und das Volk lebt in Angst und Schrecken. Lebensbedrohliche Sorgen plagen die Bevölkerung. Dennoch sind sie gleichzeitig mit den üblichen Gerüchten und Streitereien einer Dorfgemeinschaft beschäftigt.

Der größte Dorn in ihren Augen ist die Liedhoferin, eine Kräuterfrau. Mit ihren magischen Kräften hat sie zwar schon manchem geholfen, aber gerade diese Fähigkeiten wecken den Argwohn der Dörfler. Am liebsten würden sie sie auf dem Scheiterhaufen brennen sehen.
Die Frau Anwalt und die Lies, ein Tratschweib des Orts, lassen nichts unversucht den Ruf der Liedhoferin immer schlechter zu machen. Scheinbar hat die Hexe alle Männer verzaubert, damit sie in ihr Bett kommen. Ihr Verdacht, sie habe einen ledigen Sohn, den sie möglicherweise umgebracht hat, sowie die Frage, wer der Vater sein könnte, treiben ihren Hass ins Unermessliche.
Die tatsächliche Gefahr, den Angriff der Schweden, scheinen sie dadurch beinahe zu vergessen. Auch der Anwalt verhält sich blind gegenüber der drohenden Gefahr. Er ist lediglich auf sein eigenes Wohl bedacht, indem er dem Volk immer mehr Steuern auferlegt.

Obwohl die Liedhoferin die Gefahr eines Überfalls der Schweden ahnt und die Dorfbewohner immer wieder darauf aufmerksam macht, schenken sie ihr kein Gehör. Nicht einmal die Tatsache, dass ein schwedischer Kundschafter ihr Dorf entdeckt hat, löst sie aus ihrer Lethargie.
Unterstützung findet sie lediglich beim Duarfer Stoffl. Dieser wurde wegen der kurz vorher herrschenden Pest aus dem Dorf verbannt und lebt seither mit seinem schwer traumatisierten Sohn Franz im Wald. Erst nachdem die Liedhoferin und der Stoffl den Spion gefangen nehmen können, bekommen die Dörfler eine Ahnung davon, wie gefährlich die Situation wirklich ist. In einem Verhör will sich der Anwalt Klarheit über die Kriegshandlungen verschaffen. Doch als dies misslingt und kurz darauf der Gefangene entfliehen kann, fürchtet der Anwalt sein Gesicht zu verlieren. Jetzt glaubt auch er, die Hexe wäre an allem schuld obwohl ihn und die Liedhoferin ein Geheimnis verbindet. Hat sie doch für ihn einen Sohn zur Welt gebracht, den ihm seine unfruchtbare Frau nicht schenken kann. Immer mehr verstrickt er sich darin, sein Amt mit Würde auszufüllen und gibt sich allmählich der Lächerlichkeit preis.

Die Lage spitzt sich indes weiter zu und die Liedhoferin lässt nichts unversucht, das Volk für ihren Plan zu gewinnen. Mit einer List soll es gelingen, die Schweden zu vertreiben. Ein Heer Hoanzn, mit Männerkleidung behangen, ein riesiges Feuer und ein Höllenlärm soll die Schweden in die Flucht schlagen. 
Äußerst zögerlich lassen sich die Bewohner von ihrem Plan überzeugen und nur durch ihre Hartnäckigkeit bringt sie die Bewohner letztendlich dazu, sich ihr anzuschließen. Die Taktik geht auf und der Feind kann vertrieben werden. Nach diesem Szenario sind die Freude und der Jubel groß bei den Dörflern, sowie bei der Liedhoferin. Nach all den Jahren, da sie sich als Fremde gefühlt hat, scheint sie nun endlich aufgenommen zu sein in der Dorfgemeinschaft und ihre Heimat gefunden zu haben.

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